Diese Seite ist Teil von: Twin Technik Praxistipps

Die Stromversorgung

Booster

Wer jetzt den Einstieg in die Digitale Modellbahn plant und sich z.B. ein Twin Center kaufen will, kann mit etwas Geschick den Geldbeutel schonen. 

Was man zunächst mal braucht ist das Twin Center selber. 

Dann wird ein Trafo benötigt, der die Steuerzentrale mit Strom versorgt. 

Entsprechend der Beschreibung zur Intellibox (Intellibox und Twin Center sind da gleich), kann ein Trafo verwendet werden, der min 52VA und max. 100VA bei 16V Wechselspannung liefert. Man braucht nicht den Trafo zu nehmen, der von Fleischmann für das Twin Center und den Twin Booster angeboten wird. Ein Trafo mit den genannten Werten kann man beim Elektronikhändler um die Ecke oder im Versandhandel (Conrad) erhalten.

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Aber Achtung, bei solchen Lösungen muss eine Absicherung selber eingebaut werden. Bitte den Lieferanten des Trafos nach einer Sicherung fragen, die in die Leitungen zu den Verbrauchern eingebaut werden kann.

Booster gehören auch zum Thema Stromversorgung. 

Der Twin Booster entspricht exakt dem Power 3 von Uhlenbrock. Auch hierfür kann ein Trafo verwendet werden, wie er für die Intellibox oder das Twin Center zum Einsatz kommt. Auch die neuen Booster, Power 4 und Power 7 können mit dem Twin Center verwendet werden.
!! Aber bitte nicht Booster (Power 3/Twin Booster) und Zentrale (TC/IB) an einen Trafo anschließen. Immer getrennte Trafos für die Zentrale und Booster benutzen. !!

Der FMZ Booster

Wer von FMZ auf das Twin Center oder die Intellibox umgestiegen ist oder umsteigen will, kann die FMZ Booster weiterverwenden. Die FMZ Booster können alle Digitalformate ausgeben. Also auch SX, MM und DCC. Mit dem Adapter 6885 und 6886, kann der FMZ Booster 6805 an das Twin Center bzw. die Intellibox angeschlossen werden. Zum Booster 6805 gehört der Trafo 6810. 

Das habe ich genommen

Glossar

Mein TC wird von einem Ringkerntrafo versorgt, den ich bei Conrad gefunden habe.
Unter der Artikelnummer 518778 findet man einen Trafo, 
der 2x 15 V 2,5 A und einmal 8 v 0,1 A liefert.
Mit einem der 15 V Ausgänge, versorge ich das TC, mit dem Anderen 15 Volt Ausgang werden die LDT Weichendecoder mit Arbeitsstrom versorgt. Dazu mehr im Abschnitt Weichendecoder .

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Aber Achtung, bei solchen Lösungen muss eine Absicherung selber eingebaut werden. Bitte den Lieferanten des Trafos nach einer Sicherung fragen, die in die Leitungen zu den Verbrauchern eingebaut werden kann.

DCC
FMZ
IB
LDT
MM
SX
TC
- Digital Comand Control
- Fleischmann Mehrzug Steuerung
- Intellibox
- Littfinski Daten Technik
- Märklin Motorola
- Selectrix
- Twin Center
E-Mail: ujohann@nurfuerspam.de © 2011 by Uli Johann




Fahrzeugdecoder

Ein gern geäußertes Argument gegen die Digitalisierung ist, die Menge der Loks in der Sammlung.

Zugegeben, die Lokdecoder sind ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Digitalisierung einer Modellbahn.

Aber wer sagt, das man gleich alle Loks mit Decoder ausrüsten muss?

Wer natürlich einen so großen Schattenbahnhof hat, das da 50 oder 100 Loks stehen, die für eine sinnvolle Digitalisierung gleich alle umzurüsten sind, für den wird es sicher schwer.

Für alle anderen ist zu überlegen, welche Loks die wichtigsten sind. Man sollte auch erst einmal anfangen, sich den oder die für seine Zwecke richtigen Decoder zu finden. Dann hat man schon mal einige Loks mit Decoder versehen, kann etwas testen und nimmt sich dann die nächsten Loks vor.

Wer schon ein paar Decoder getestet hat, wird schon mal festgestellt haben, das Decoder ohne die sogenannte Lastregelung nicht in Frage kommen. Wer einmal den Regler gedreht hat und die Lok bei der ersten Fahrstufe losfährt, will das nicht mehr missen.

Glockenankermotore (Faulhaber, Maxon) benötigen unbedingt einen Decoder mit einer hohen Frequenz, der PWM (engl. Puls Wave Modulation = Impulsbreitensteuerung). Sonst wird der Motor zerstört. Aber auch moderne Motore wie die schräggenuteten Motore von Roco, oder Bühler Motore wie sie bei Fleischmann oder Liliput zu finden sind, profitieren ungemein von einem Decoder mit hochfrequenter PWM.
Entsprechende Decoder gibt es z.B. von Zimo, CT Elektronik, ESULenz und Kühn.

Wer selber die Decoder einbaut fährt deutlich preiswerter, als mit Einbau durch Werkstätten. So wird man auch mit dem Einbau üben und sich so erst mal einfache Loks vornehmen. So wächst im Laufe der Zeit die Zahl der digitalen Loks ohne das Portmonee zu sehr zu strapazieren.

Noch ein Wort zu den Preisen, zu den Zeiten, als die digitale Modellbahn eingeführt wurde, das war in der Mitte der 80er Jahre, kosteten Decoder zwischen 80,- und 140,- DM. Heute kosten Decoder (DCC) ohne Lastregelung ab 13,- Euro, Lastgeregelte sind ab 25,- Euro zu haben.

Und Achtung! Vorsicht vor gebrauchten Fahrzeugen mit Decodern die nicht eindeutig zu identifizieren sind. Alte DCC Decoder verhalten sich in der Multiprotokollumgebung von TC/IB und Selectrix unter umständen völlig überraschend. Die rasen plötzlich mit voller Geschwindigkeit los, fahren bockig und lassen sich nicht eindeutig Programmieren. Ich habe mal selber zwei alte Schätzchen für 6,90 € das Stück erstanden. Ich wollte sie auf der Klubanlage anstelle der FMZ Decoder verwenden. Jetzt benutze ich sie als schlechtes Beispiel für die alten DCC Decoder.

Hinweise zur Decoderprogrammierung findet man in der Decoderkunde.

Einen sehr guten Überblick zu NMRA DCC Decodern und nützliche Einbautipps, findet man bei Reinhard Müller.
E-Mail: ujohann@nurfuerspam.de © 2004 by Uli Johann




Welche Weichendecoder können mit dem Twin Center eingesetzt werden

Wer nicht nur seine Loks und Triebwagen digital fahren will, sondern auch Weichen und Signale digital schalten will, benötigt so genannte Weichen- bzw. Magnetartikel- oder Schaltdecoder bzw. Lichtsignaldecoder.
Hier gibt es von den unterschiedlichen Anbietern verschiedene Angebote.
  • Magnetartikeldecoder sind in der Regel solche Decoder, die den Doppelspulenantrieb einer Weiche, bzw. eines Signals betätigen, indem sie auf die zu schaltende Spule einen Stromstoß geben. Eben so, wie es der Taster an einer konventionell gesteuerten Weiche tut. 
  • Schaltdecoder haben ein Relais mit Umschaltern, über diese man beliebigen Strom anderer Quellen zum Schalten weiterer Verbraucher mit hohem Stromverbrauch anschließen kann.
  • Lichtsignaldecoder sind solche, die einen festen Zustand und somit einen Dauerstrom auf einen Ausgang geben. Klassisches Anwendungsbeispiel ist ein Lichtsignal, bei dem die Lampen ständig leuchten soll.
  • Alle Weichen-, Magnetartikeldecoder oder Schaltdecoder und Lichtsignaldecoder, die dem NMRA DCC Format entsprechen, können zusammen mit dem TC eingesetzt werden.

Es gibt Decoder, die Verwenden für die Schaltleistung einfach den Digitalstrom, der mit der Dateninformation von der Steuerzentral kommt. Damit wird der Booster für den Fahrstrom belastet. Wer sich die Preise für Booster anschaut, wird feststellen, das hier teurer Digitalstrom verbraucht wird, der in die Berechnung der Stromversorgung der Anlage mit einfließen muss.
Es geht aber auch anders. Bei Decodern z.B. von LDT oder Viessmann, kann man eine externe Stromversorgung für den Arbeitsstrom an den Decoder anschließen. Wie weiter oben schon beschrieben, habe ich dazu den zweiten Wechselstrom- Ausgang von dem Trafo benutzt, der auch das TC versorgt. 

Das Datenformat für die Weichendecoder am Twin Center steht werkseitig auf FMZ. Wer ausschließlich DCC Decoder verwenden möchte, wird beim Eintragen der Virtuellen Adressen es nervig finden, jedes mal auch das Datenformat zu ändern. Man kann das Datenformat auch fest auf DCC einstellen, in dem man die Sonderoption #12 von "9" (Werkswert) auf "1" setzt. Doch Achtung, bei einem Reset des Twin Centers werden solche Änderungen wieder zurückgesetzt.

Einige Lieferanten für Weichendecoder:

Bei Kurt Harders gibt es einen sehr zuverlässigen Weichenantrieb, der auch gleich einen Digitaldecoder enthält.
Weitere Informationen zu diesem Flüsterantrieb findet Sie bei: www.mbtronik.de
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Weichen schalten mit dem TWIN CENTER

Da bei FMZ für die Weichendecoder die gleichen Adressen benutzt werden wie bei den Lokdecodern, muss am Twin Center eine Weiche virtuell eingerichtet werden, damit die digitale Adresse für diese Weiche nicht von einem Fahrzeug belegt werden kann. Das gilt aber nur für FMZ. Für DCC ist das nicht relvant, da bei DCC Fahrzeugadressen und Weichenadressen anders unterschieden werden. Übrigens, Weichenadressen und Decoderadressen sind nicht das Selbe.
  • Decoderadresse + Ausgang = Weichenadresse
  • Virtuelle Adresse = Decoderadresse + Ausgang 

Das Anmelden einer Weiche am Beispiel des Schaltdecoders SD2 von Uhlenbrock

  • -[menu]-Taste drücken
  • -[mode]-Taste drücken
  • -mit [] -Taste blättern bis zur Weicheneinstellung. 
    Mit [] -Taste auswählen.
  • -mit [] -Taste blättern bis "Virtuelle Adressen". 
    Mit [] -Taste auswählen.

Jetzt hat man ein Menü vor sich:

VAdr: DAdr: Aus: DF:
  1. VAdr: Virtuelle Adresse der Weiche
  2. Dadr: Digitale Adresse der Weiche
  3. Aus: Der Ausgang an dem Decoder
  4. DF: Das Datenformat für den Decoder (F=FMZ/D=DCC)
    (Das Datenformat kann über SO#12 =1 auf DCC voreingestellt werden)

Hier gibt man z.B. folgendes für den ersten Ausgang des SD2 ein:

  • VAdr = 1, weiter mit [] -Taste
  • DAdr = 65, weiter mit [] -Taste
  • Aus = 1, weiter mit [] -Taste
  • DF = D
  • Mit der [<┘] -Taste bestätigen.
  • Dann mit der [] -Taste wieder nach VAdr gehen.
Jetzt weiter für den zweiten Ausgang des MD2 folgendes eingeben:
  • VAdr = 2, weiter mit [] -Taste
  • DAdr = 65, weiter mit [] -Taste
  • Aus = 2, weiter mit [] -Taste
  • DF = D
  • Mit der [ <┘] - Taste bestätigen.
  • Mit der [menu] -Taste zurück zum Normalbetrieb.

Jetzt den Decoder am Gleisausgang des TCs anschließen und Weichen an die Ausgänge anschließen.

  • Mit der [mode]- Taste zum "Keyboard Mode" schalten.
  • Jetzt den Programmiertaster an dem SD2 drücken, sodass DCC Betrieb ermöglicht wird,
  • und die Taste 1 am TC drücken, fertig.

Jetzt sollte über die Tasten 1 und 4 der erste Ausgang am SD2 schalten,
und über die Tasten 2 und 5 der zweite Ausgang. Die Digitaladresse 65 wurde hier als Beispiel aufgeführt. Statt dessen kann auch jede andere Adresse genommen werden. Es macht durchaus Sinn, bei der Virtuellen Adresse 1 auch mit der Digitaladresse 1 zu beginnen.

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Diese Prozedur entfällt mit dem Software Upgrade V2 für das Twin Center.

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